Zum Abschied von Mae Young

Nun ist es also doch passiert, Mae Young hat uns für immer verlassen. Mit 90 Jahren sicher nicht unerwartet, aber bei ihr hatte man schon irgendwie das Gefühl, sie würde ewig leben. Zu präsent und agil war sie all die Zeit gewesen. Ich werde sie sehr vermissen.

Sie war, völlig ohne Zweifel, die „grand dame“  des Wrestling und ihr Werdegang ist bewundernswert. Als jüngstes von 8 Kindern hat sie früh gelernt auf eigenen Beinen zu stehen und  andere von denselben zu holen. Sie war nämlich an der Highschool Ringerin in derJungenmannschaft. Diese Fähigkeiten kamen ihr dann beim Wrestling sehr entgegen und sie trat bereits im Alter von 15 Jahren das erste mal an.

Später war sie für Stu Hart in Kanada aktiv und sorgte während des 2. Weltkrieges dafür, daß weiter Profi – Sport getrieben wurde – auch wenn viele Männer eingezogen waren. Mae Young war nämlich auch eine exzellente Soft – und Baseballspielerin, so wurde sie u.a. mit Tulsa Meisterin.

Ab den 50er Jahren galt ihr Interesse aber ausschliesslich dem Wrestling, sowohl als Aktive, als auch als Trainerin. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Charisma und ihrer Willenskraft schaffte sie einzigartiges. So war sie in 9 Jahrzehnten aktiv, was sonst keinem Menschen gelang, wurde im zarten Alter von 77 sogar noch durch Tische gehämmert – auf eigenen Wunsch und sorgte, meist zusammen mit ihrer besten Freundin Fabolous Moolah, für unvergessene Momente.

Was mich, der sie ja erst spät kennen lernte, am meisten begeistert hat, war ihre Präsenz. Sie strahlte eine unglaubliche Dynamik und Fitness aus und zwar bis ins höchste Alter.

Mae Young stand auch, lange vor vielen Anderen, für die Unterhaltung im Wrestling. Ich denke, sie wäre auch als Schauspielerin sehr gut zurecht gekommen, aber ihre Bühne war der Ring. Unvergessen sind die zahllosen „Küsse“ und Auftritte in lockerer Kleidung, egal wie alt sie war. Man kann sagen was man will, aber was Mae Young in den letzten 15 Jahren (solange war sie bei WWE) zeigte hatte einfach ganz großen Unterhaltungswert!

Nicht nur der Great Khali, Mark Henry, nein auch the Rock wurden von ihr niedergeknutscht und sind stolz darauf. Sie geniesst den höchsten Respekt unter allen Beteiligten, vor allem den Diven.

Völlig zu Recht wurde Mae Young 2008 in die WWE-Ruhmeshalle aufgenommen.

Da sie nie Weltmeisterin wurde, war es eine berührende Geste, als ihr Vince McMahon zu ihrem 90. Geburtstag einen persönlichen Divas-Titel-Gürtel überreichte. Denn Mae war und ist die
„Championesse der Herzen“!

FLW: Mae Young ist von uns gegangen, aber weg sein wird sie nie!

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Die WWE 2013

Wenn ich zurückdenke an das Jahr 2013 muss ich mich geradezu zwingen das komplette Jahr zu betrachten, zu zweigeteilt war es. Bis zum SummerSlam gab es eigentlich nur ein Highlight nach dem anderen und es war das mit Abstand beste, was wir seit Jahren erleben durften. Danach ging es leider steil bergab und auch die kleine Steigerung zum Jahresende hin, war nicht so richtig umwerfend.

Um es etwas übersichtlicher und einfacher (auch für mich) zu gestalten, habe ich die Tops und Flops zusammen getragen und liste sie hier auf – ohne Ranking oder Anspruch auf Vollständigkeit.

TOP:

Hier muss jeder PPV bis einschliesslich des SummerSlam aufgelistet werden. Beeindruckend war für mich vor allem, daß es die WWE geschafft hat, mich (und sicher auch euch) so zu überraschen. Man hat irgendwie nach Wrestlemania, bei Payback oder Extreme Rules auf einen Durchhänger gewartet, aber es wurde immer noch besser und MitB war ein absoluter Knaller! 
Der Höhepunkt war dann der SummerSlam – alles einfach stimmig, gute Storylines, tolle Matches und passende Champions!

Das Match schlechthin lieferte mal wieder der Undertaker bei Wrestlemania, diesmal gegen CM Punk. Wie schafft es der Sensenmann nur immer wieder, sich so zu steigern? Auch die Storyline ist jedesmal passend und schafft den passenden Rahmen. Bin jetzt schon gespannt auf die Jubiläumsausgabe im April.

In Sachen Familienzusammenführung hat sich auch sehr positives entwickelt und ich meine nicht die Wyatts  (auch wenn die wirklich Laune machen). Wie man es geschafft hat die Rhodes in verschiedene Storylines einzubinden und am Ende nicht nur Jobs für alle zu sichern, sondern sogar Titel, das war schon Extraklasse.
Hier möchte ich noch den, kurzen, gemeinsamen Auftritt von Kane und dem Undertaker erwähnen, immerhin sind sie ja auch „Familia“ .

FLOP:

Eigentlich gehört ja zu den Tops ganz sicher auch das WWE-Universum, aber ich liste die Fans trotzdem hier auf, weil sie das Fandangoing so schnell wieder abgelegt haben. Das war endlich mal eine innovative, lustige und zum Mitmachen geradezu zwingende Entwicklung, die ausserdem vom Publikum ganz ohne Zutun der Storyschreiber kreiert wurde. Leider war das Phänomen nach zwei Wochen schon wieder vorbei, ohne daß es einen richtigen Grund gab. Das Fandangoing als besondere Art seine Unzufriedenheit zu äußern hat mir sehr gut gefallen und hätte weiter gehen sollen.

Bei den Superstars sind mir drei besonders negativ aufgefallen und zwar durchwegs, weil sie die Erwartungen, die sie geweckt haben, nicht erfüllen konnten.
Damien Sandow als Kofferträger war eigentlich nie ein richtiger Herausforderer und nur dazu da, gegen John Cena zu verlieren.
Curtis Axel hatte ebenfalls einen super Start bis hin zum IC-Titel-Gewinn, aber von da an ging es nur bergab.
Dolph Ziggler war sogar ein legitimer Champion, der Pech mit einer Gehirnerschütterung hatte und daraus entstand eine tolle Storyline. Sensationell, wie del Rio immer wieder Zigglers Kopf attackierte, der aber trotzdem weiter machte, bis das gesamte Publikum hinter ihm stand. Und danach??? Nichts mehr!!!

Ich vermisse Ricardo Rodriguez als Ringsprecher und auch das „Excuse Me“ von Vicky. Bitte beides zurückbringen!!

Den Rest habe ich , zumeist, schon in den aktuellen Blogs erwähnt (unpassender Name für den neuen Titel, Daniel Bryan und seine „Regentschaft“, Shawn Michaels Einsatz, die „Authority“ ohne Plan….)

FLW: Freut euch auf 2014 – alles wird gut!

NFL Saisonabschluss

In der NFL fand am Sonntag der letzte Spieltag statt und damit sind einige Entscheidungen gefallen. Zunächst natürlich, wer in die Playoffs gekommen ist und somit um den Titel spielt, aber eben auch, welche Trainer entlassen werden, weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden.
NFL.com
Dank der klugen Entscheidung der NFL-Planer spielen seit nunmehr 4 Jahren am letzten Spieltag nur Divisionen untereinander, was für echt spannende Aufeinandertreffen sorgt, aber so viel los, wie diesmal war noch nie. In 13 der 16 Spiele ging es noch um etwas, teilweise sogar um die direkte Playoff Teilnahme.

Durchgesetzt haben sich letztlich die  Besten oder auch Glücklichsten. Gewinner waren aber auf alle Fälle die Zuschauer. Bis zur letzten Sekunde – sogar inklusive Verlängerung – wurde gefightet und gezittert.

Schlimm war dabei sicher die Achterbahnfahrt der Gefühle in Pittsburgh. Die Steelers, eigentlich schon draußen, hatten plötzlich, dank der unerwarteten Niederlagen von Baltimore und Miami, doch noch eine Chance auf die Entscheidungsspiele. Dazu musste aber auch noch San Diego sein Heimspiel gegen die, bereits qualifizierten, Chiefs verlieren. Lange sah es auch hier nach der Sensation aus, erst ein Fehlschuss des KC-Kickers Succop Sekunden vor Schluß sicherte den Chargers die Verlängerung, wo sie sich durchsetzten konnten.

Damit haben sich die Südkalifornier in letzter Sekunde das Playoff-Ticket gesichert. Das gleiche Kunststück gelang den Green Bay Packers in Chikago und den Philadelphia Eagles in Dallas.

Wir dürfen uns auf alle Fälle auf sehr spannende Playoffs freuen, denn einen klaren Favoriten gibt es nicht. Die Seattle Seahawks (Nummer 1 in der NFC) zeigten in den beiden letzten Partien ungewohnte Schwächen und verloren sogar, nach fast 2 Jahren, mal wieder ein Heimspiel. Auch das Topteam der AFC – die Denver Broncos – blieben nicht unbeschadet und dem „Wahnsinns-Spielmacher“ Payton Manning wird eine Schwäche in wichtigen Spielen nachgesagt.
Der QB der Broncos brach diese Saison so ziemlich alle Passrekorde, die es gibt, aber das Alles zählt nichts, wenn er jetzt  wieder – wie schon im Vorjahr – versagt.

Wichtig ist es eben zum Ende hin Erfolg zu haben und mit entsprechend Schwung in die Endrunde zu gehen. Freuen wir uns also auf die kommenden Wochen, gespickt mit Spannung, Drama und Überraschungen.

Weniger Überraschungen gab es bei den Trainerentlassungen, eher bei einigen, die bleiben durften.

Tom Coughlin darf in New York weiter machen, obwohl seine Giants nun 4 der letzten 5 Jahre in den Playoffs zusehen mussten. Dagegen stehen natürlich seine beiden Erfolge in den Jahren  2007 und 2012.
Jason Garett hat es nun zum dritten mal in Folge nicht geschafft, am letzten Spieltag die Endrunde zu erreichen, darf aber trotzdem bleiben. Der Besitzer seiner Dallas Cowboys, Jerry Jones, hält weiter zu ihm, warum auch immer.
Revolving door
Zu erwarten waren die Entlassungen von Mike Shanahan (Washington), Gary Kubiak (Houston), Leslie Frazier (Minnesota) und Jeff Schwartz (Detroit), da alle vier weit hinter den Erwartungen zurück blieben. Das gilt zwar auch für Mike Smith in Atlanta, aber er darf weiter machen, weil die Erfolge der Vorjahre klar sein Verdienst sind. Hier müssen einige der Assistenten gehen.

Überraschend kam die Entlassung für Rod Chudzinski in Cleveland – schliesslich war er ja nur ein Jahr im Amt gewesen. Da liegen die Gründe wohl eher im Verborgenen.

Greg Schiano wollte eigentlich seine Arbeit am Montag wie gewohnt erledigen, wurde aber in Tampa mit der Entlassung erwartet. Seine Mentalität passt zum College- aber nicht zum Profifootball, das wurde ihm zum Verhängnis.

Einige Trainer müssen noch zittern, da Gespräche mit dem Management anstehen und sie sich dort rechtfertigen müssen. Mit der ein oder anderen Entlassung ist durchaus noch zu rechnen.

Das Trainerkarusell ist angeworfen und es wird jetzt schon fleissig verhandelt, da die NFL ein Ganzjahresgeschäft geworden ist. Neue Positionen sollen so schnell wie möglich neu besetzt werden, aber die Erfolgstrainer sind teilweise noch in den Playoffs beschäftigt und daher schwer erreichbar.
Spätestens im Februar aber haben alle Teams wieder eine sportliche Führung, die sich dann um die Vorbereitung der Saison 2014 kümmern kann.

FLW: HAPPY NEW YEAR EVERYONE

Ende gut – alles …Naja

Der Abschluss des PPV-Jahres war, wenn wir ehrlich sind, auch nicht ganz das Wahre. Zu wenig Spannung, Action, Härte und Überraschung. Es ist Weihnachten und da will ich nicht so streng sein, aber ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Vor allem das Hauptmatch, mit der, durchaus sinnvollen, Titelvereinigung, hatte zuviel Schwachpunkte und ein unbefriedigendes Ende.

Aber der Reihe nach, denn es gab durchaus auch Highlights.

Für mich waren die Triple-Handicap-Matches ja schon im Vorfeld mit das Interessanteste an dieser Großveranstaltung und ich wurde nicht enttäuscht.
CM Punk hielt, wie erwartet, großartig mit und brachte den Shield so völlig aus dem Konzept. Ein tolles Match, mit vielen Highlights und einem sehr gut vorgetragenen Ende. Schlüssig, stimmig und eben gut gemacht.

Bei Daniel Bryan sah es etwas anders aus, aber auch das war ein technisch sehr anspruchsvolles Match. Die Wyatt-Familie zeigte, warum das Performance Center gebaut wurde und warum mit HHH auch der Richtige das Sagen hat, zumindest was das rein sportliche anbetrifft. Jetzt wünsche ich mir nur noch eine entsprechend gute Storyline, denn das Schlußbild fordert eine Aufklärung. Wohin führt der Weg vom Beard?

Auch wäre etwas mehr Tisch, Stuhl oder Leiter in dem ein oder anderen Match durchaus angebracht gewesen – warum heisst den sonst der PPV so?

Die kurzfristig angesetzten Matches waren leider völlig von der Rolle, sowohl in der Ausführung, als auch im Story-Telling. Was bitte soll die Geschichte mit Brodus Clay und R-Truth? Wenn man den Funkasaurus schon turnen will, hätte es doch bessere Möglichkeiten gegeben, oder etwa nicht.
Auch das, am Expertenpult entstandene, Match zwischen Kofi und Miz entbehrt, meiner Meinung nach, der Sinnhaftigkeit. Wenigstens zeigten die Beiden, was sie drauf haben und vielleicht kommt da ja noch was nach.

Kommen wir zu den „kleinen“ Titelmatches und damit durchaus zu Highlights.

AJ Lee ist einfach zu gut um den Titel zu verlieren und sie geht völlig zu recht mit dem Schmetterlingsgürtel ins neue Jahr. Möge sich eine entsprechend qualifizierte Herausforderin auf den Weg machen – warum nicht Kelly Kelly (man darf sich doch zu Weihnachten was wünschen).

Big E. Langston wird auch als Champion Sylvester feiern und das hat sich klar abgezeichnet. Zu lange hat man das Kraftpaket aufgebaut und zuviel hat er gelernt. Dieses Talent muss man einfach weiter fördern. Auch hier wünsche ich mir würdige Herausforderer für das neue Jahr!

Das Beste des Abends war, wie hätte es anders sein sollen, das Titelmatch in der Tag-Team-Division. Auch hier wären zumindest Tische eine tolle Attraktion gewesen, aber die Regelergänzung zum „Ausscheidungs-Match“ war auch eine richtige. Wie sich die vier Teams dann auseinander genommen haben, erinnerte schon stark an die gute alte Zeit, an die die WWE offensichtlich wieder anknüpfen möchte. Noch lässt man den Titel bei den Rhodes-Brüdern, aber da kommt einiges auf uns zu – versprochen.

Das Hauptmatch hielt, wie Eingangs schon erwähnt, nicht ganz,was erwartet wurde. Dazu sind die beiden Akteure aber auch viel zu wichtig und zu verletzungsanfällig. So war es ein „Gimmick-Match“ der besseren Art. Mit einem so klaren Ergebnis hatte ich nicht gerechnet (siehe Vorschau) aber ich kann mich damit gut anfreunden, denn es eröffnet neue Storys. Was mir gar nicht gefällt, ist der Name des Titels. Der Einzige Champion der WWE sollte bitte auch so heissen – WWE-Champion! Der Zusatz „Welt-Schwergewichts“ – macht es nur komplizierter und verwässert ein wenig – finde ich. Was macht man denn bitte, wenn sich ein Rey Mysterio den Titel holen sollte? Hat es ja alles schon gegeben.

Aber ich will nicht zu viel meckern, TLC war eine klare Steigerung zu den letzten PPVs und macht Laune auf 2014. Ein bisschen mehr an „Props“ hätte ich mir gewünscht, aber das ist eben momentan nicht der Weg der WWE.

Ende gut – naja …. geht doch!!

FLW: Merry X-Mas Euch Allen !!

TLC ein würdiger Abschluss

Wenn am Sonntag die letzte Großveranstaltung des Jahres stattfindet, sitzen wir wieder alles sehr gespannt vor dem Fernseher, denn das muss man einfach sehen. Wie habe ich zuletzt geschrieben : die Hoffnung stirbt zuletzt und so gehe ich es auch an. Ich denke einfach, es muss mal wieder ein überdurchschnittlicher PPV kommen.
Bei TLC sind ja auch die Storylines nicht ganz so wichtig, die Matches selbst sprechen für sich. Durch die verschiedenen Regeln und Eigenheiten ergibt sich ganz von allein schon Extreme Spannung. Dazu das „Titel-Vereinigungsmatch“ und schon haben wir eine sehr ansprechende Card.
Ich erwarte einfach auch mal nicht zu viel von den Storyschreibern, dann kann ich auch nicht so enttäuscht werden!! Denn: „if everything else failes, lower your standards !“

Es wird zwei 3-1 Handicap-Matches geben und die haben es wirklich in sich.
CM Punk will versuchen sich gegen die „Hounds of Justice“ durchzusetzen, ein Unterfangen, das scheitern muss. Zu gut ist das Zusammenspiel beim Shield und zu stark sind die einzelnen Mitglieder. Da kann auch ein Ausnahmekönner, wie CM Punk, letztlich nur unterliegen – oder etwa nicht??

Ähnlich sehe ich es bei Daniel Bryan, der es ja mit der kompletten Wyatt-Familie zu tun haben wird. Ja richtig, Bray Wyatt tauscht den Platz auf dem Schaukelstuhl mit einem am und im Ring. Alleine dieses seltene Vergnügen macht Lust auf dieses Match. Dazu noch das großartige Repertoire vom „Beard“ gegen die Kraft und Härte auf der anderen Seite, echt spannend.

AJ Lee darf auch wieder zeigen, was sie drauf hat und uns alle davon überzeugen, daß sie die unumstrittene Nummer Eins unter den Diven ist. Natalya wird nicht nochmal mit einem Sharpshooter Erfolg haben, das kann ich fast garantieren! Sollte ich mich irren, werde ich persönlich AJ trösten.

Damien Sandow ist auch wieder im Titelrennen, wenngleich anders, als er es sich gewünscht hätte. Nicht nur, daß er sich mit der Chance auf den IC-Titel zufrieden geben muss, nein er läuft auch gegen eine Mauer. Big E Langston wird alles daran setzen  weiter zu dominieren und ich gehe klar davon aus, daß er als Champion ins Jahr 2014 stürmt.

Die schwerste Aufgabe wartet auf die Tag-Team-Champions, denn sie müssen gleich gegen drei andere Teams ran. Die Rhodes-Brüder sind eingespielt und titelerprobt, aber was da an herausforderen droht, ist schon der Hammer. Big Show und Rey Mysterio bilden DAS „Supertsar-Duo“ schlechthin, denen keine Aufgabe zu groß erscheinz. Die ehemaligen Heyman-Guys, Curtis Axel und Ryback sind auch Titel-würdig, wenn sie es denn schaffen, ihre jeweiligen Stärken auszuspielen und für die gemeinsame Sache einzusetzen. Oder schaffen die real Americans die Überraschung? Möglich ist natürlich in so einem Match alles und deshalb darf man sich darauf freuen.

Beim Match Der Welt-Champions gegeneinander geht es eigentlich um die Zukunft von WWE, zumindest im Titelgeschäft. Wann wird das Ganze offiziell zu einem Titel-Vereinigungsmatch? Das ist doch das Einzige, was Sinn macht. Es hätte  auch viel Schönes, wenn es nur noch den Einen, wahren Champion geben würde. Nicht wie im Boxen, wo man nur den richtigen Verband braucht und schon kann man Weltmeister werden, auch wenn es noch vier andere gibt! Ich kann mir allerdings vorstellen, daß man die Geschichte bis zu Wrestlemania hinzieht und erst dort den unumstrittenen WWE- Champion kürt. Das würde sehr gut zur Jubiläumsausgabe passen!

FLW: einen schönen „besinnlichen dritten Advent“ ……. NOT!!!!

Matches to PPVs

Am Sonntag findet mit TLC die letzte Großveranstaltung des Jahres statt und dabei handelt es sich wieder um einen PPV, der aus einer Matchart entstanden ist. Davon gibt es ja inzwischen eine ganze Reihe. Hier mal ein bisschen Historie, also Entwicklung und Entstehung.

Da sind natürlich die offensichtlichen, wie Elimination Chamber, Money in the Bank, Hell in a Cell und eben TLC, aber eigentlich gehören noch mehr dazu!

Streng genommen ist auch der Royal Rumble nur eine Weiterentwicklung der battle royals, die es schon lange vorher gab. Die, allerdings entscheidende, Neuerung, erfunden von Pat Patterson, bestand darin, die Teilnehmer nicht gleichzeitig beginnen zu lassen. Durch dieses System lassen sich die wundervollen Geschichten entwickeln, wie wir sie nun jedes Jahr zu Beginn des WWE-Jahres sehen dürfen.

Wenn wir schon dabei sind, auch Extreme Rules entstand aus One Night Stand und das war ja nichts anderes, als eine Aneinanderreihung von „Hardcore Matches“. Ich wollte das hier nur der Vollständigkeit halber erwähnen.

Kommen wir nun aber zu den klar aus einem Match entstandenen PPVs und beginnen mit Elimination Chamber, also dem Kalender folgend.
Dieser PPV hiess ja die ersten beiden Jahre noch „no way out“ und wurde ab 2010, dann eben nach den Hauptmatches benannt (es gab eine Abstimmung der WWE-fans, wobei dieser Titel gewann) Der abweichende Titel in Deutschland hat natürlich mit der negativen Belegung des Wortes“ Kammer“ zu tun.
Das allererste Match dieser Art fand bereits im Jahre 2002 statt, im Rahmen der damaligen Survivor Series. Shawn Michaels setzte sich gegen HHH, Kane, Chris Jericho, Booker T und Rob van Dam durch. Danach gab es in loser Folge noch 4 weitere dieser Matches, ehe es dann ab 2008 die eigene Großveranstaltung gab. Dort finden ja seither je 2 dieser Matches statt, normalerweise um die Welt-Titel, oder zumindest die Chance auf ein solches (um genau zu sein, es ging zweimal um die Chance auf ein Hauptmatch bei Wrestlemania).
Bis heute stiegen 45 Wrestler in diese erbarmungslose Konstruktion; mit Jericho als Rekordhalter (8 mal)  und HHH mit 4 Siegen der erfolgreichste Teilnehmer.

Der nächste Stop unserer Reise durchs Jahr ist Money in the Bank. Das ist mit Abstand mein liebster PPV, was logischerweise mit den namensgebenden Matches zusammenhängt. Schon zu der Zeit, als bei WM um die Koffer gewrestled wurde, war meine Vorfreude jedesmal riesig. Enttäuscht wurde ich auch niemals, zuviel steckt in diesen Leitermatches der besonderen Art drin.
Am Anfang gab es für den Sieger auch noch die Möglichkeit, den Champion, den er fordern möchte, auszusuchen. Seitdem das Match aber, auch im Jahr 2010, zu einer eigenen Großveranstaltung wurde, gibt es ja 2 dieser fantastischen Auseinandersetzungen um je einen Koffer. Auch das Spiel mit dem Koffer selbst bot und bietet tolle Storylines! Man muss dieses Konzept einfach lieben.
Zu verdanken haben wir es übrigens Chris Jericho, der damals Eric Bischof von dieser Idee überzeugte. Bei seinen vier Teilnahmen konnte Y2J aber niemals gewinnen.
Von den bisher 47 Teilnehmern, waren Kane und Christian je 6 mal dabei. Bisher einziger Mehrfachgewinner ist CM Punk, der 2008 und 2009 den Koffer errang.

Im Oktober findet Hell in a Cell statt, entstanden aus der Weiterentwicklung der klassischen Käfigmatches. Der oben offene „steel cage“ sollte noch verbessert werden und bekam, neben mehr Raum vor allem ein Dach, sodaß darüber klettern ausgeschlossen war.
Auf die Zelle steigen ist allerdings möglich und bot schon häufig Gelegenheit für denkwürdige Momente. Zuletzt floh ja Paul Heyman in diesem Jahr nach oben, nur um dort von CM Punk vermöbelt zu werden.
Das Match schlechthin, zumindest in meiner Wahrnehmung, fand 1998 statt. Es war das unvergessene Aufeinandertreffen von Mankind und dem Undertaker im Rahmen des King of the Ring. Bis heute hat mich kein Match gleichzeitig so begeistert und schockiert wie diese epische Battle.

Bis heute fanden nur 26 dieser extrem harten Matches statt, bis auf drei jeweils bei Großveranstaltungen. Rekordteilnehmer ist der Undertaker mit seinen 12 Matches. Er konnte dabei 6 Siege erringen, genausoviele wie HHH.

Zum Jahresausklang gibt es dann eben TLC, also Tables Ladders and Chairs. Bei dieser Namenswahl ist es offensichtlich, wie die Matches ablaufen werden. Entweder sind es Kombinationen oder „nur“ eine der „Waffen“, die Spielraum für viel Einfallsreichtum bieten. Schön, daß inzwischen auch das WWE-Universum mitbestimmen darf.
Für mich am interessantesten sind TLC-Tag-Team-Matches, am besten auch noch mit 3 oder mehr Teams.Das mag auch damit zusammenhängen, daß die Geschichte von TLC im Jahr 1999 so begann. Das damalige Match der Hardy Boyz gegen Edge &  Christian zählt zu den Highlights der WWE-Geschichte.
Seit 2009 gibt es nun die eigentliche TLC-Veranstaltung, als logische Konsequenz des Erfolges.
Rekordteilnehmer ist Edge, der 7 mal ein TLC Match bestritt (5 Siege) gefolgt von Jeff Hardy, der 5 mal dabei war.

FLW: DEEEEEVOOOOOON get the TABLES!!!!!!!

Meine Slammys gehen an…

2012 Slammy Awards
Bevor am Montag die offiziellen Preise vergeben werden darf man ja ein bisschen spekulieren oder auch selbst Jury spielen. deshalb habe ich einmal zusammen getragen, was ich mir so für die Slammys vorstelle.
Insgesamt werden, so finde ich, zuviel Slammys vergeben, diese Inflation verwässert die einzelne Auszeichnung deutlich. Aber es gibt auch Spielraum für persönliche Preise.

Ihr findet in der folgenden Auflistung also eine Mischung aus realistischen Gewinnern und „Wunsch-Prämierungen“. Ich wünsche euch beim lesen genauso viel Spaß, wie ich ihn beim schreiben hatte. Selbstverständlich dürft ihr auch eure eigenen Kategorien benennen!

Der Slammy für …….. geht an

Superstar des Jahres: Daniel Bryan (damit er wenigstens etwas Metall bekommt)

Bester Moment des Jahres: als Daniel Bryan Champion wurde (dauerte viel zu kurz)

Bester Athlet : Antonio Cesaro und zwar mit Abstand

Bester Move: Cesaro Swing (da wird einem ja schon beim Zuschauen schwindlig)

Match des Jahres: Undertaker – CM Punk (auch hier gibt es kaum Konkurrenz)

Diva des Jahres : Kelly Kelly (ist doch meine ganz persönliche Liste!!)

bestes Outfit: was immer Kelly Kelly trägt

am meisten vermisst : Kelly Kelly (ich will nichts hören)

Kiss of the century: Me and Kelly Kelly (wer hat mich da aufgeweckt?)

Rückkehrer des Jahres: John Cena (wegen seiner schnellen Genesung), sonst Golddust

Looser des Jahres : Storyline – Schreiber (sind die schon im Winterschlaf?)

Newcomer des Jahres: Roman Reigns (wird immer besser!! )

beste Show: Miz TV (macht einfach immer gute Laune

schockierendster Moment: Carsten und Bernhard im Bild (HD ist nicht für alle gut 😉 )

Kommentator des Jahres: Ich natürlich, oder hat sonst noch jemand so wenige Fehler beim Kommentieren gemacht?

Offizieller des Jahres :  Keiner (da fehlt ganz klar die Autorität)

verborgenes Talent: Fandango, dem es gelingt sein Talent zu Tanzen komplett zu verbergen!

Musik: Fandango (hauptsächlich wegen der daraus entstandenen Fan-Bewegung)

Sonderpreis der Jury : Jim Ross, der es gewagt hat seine Meinung zu sagen und dafür gefeuert wurde !